11 Dinge, die man wissen sollte, bevor man auf die Malediven reist (2019)

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11 Dinge, die man wissen sollte, bevor man auf die Malediven reist (…und wie man damit umgeht)

1. Ankunft

Die Einreise gestaltet sich relativ problemlos – wenn man sich an gewisse Regeln hält. Alkohol, Buddha Statuen, Kruzifixe, Magazine mit leicht bekleideten Damen, Produkte aus Schweinefleisch usw. sollte man besser zu Hause lassen, um Ärger und lange Wartezeiten zu vermeiden. Ein 30 Tage geltendes Visum erhält man direkt am Flughafen. Nachdem man seine Koffer hat, betritt man die Ankunftshalle, in der ein Vertreter der gebuchten Insel oder des Reiseveranstalters auf euch wartet. Da die Boote und das Wasserflugzeug meistens auch noch auf andere Passagiere warten müssen, kann es am Flughafen zu Wartezeiten kommen.

Deshalb: nicht erwarten, dass es unverzüglich weiter geht und stattdessen, schon einmal den Blick auf Malé, die tollen Yachten und das türkisblaue Wasser genießen. Für hungrige gibt es am Flughafen zB.: einen Burger King in dem man die Wartezeit überbrücken kann.

2. Wasserflugzeug

Mit Flügen, die pünktlich bis 15:15 Uhr landen, erreicht man noch gemütlich und ohne Stress das Wasserflugzeug. Für spätere Anreisen muss unter Umständen eine Übernachtung in Malé oder Hulhumalé gebucht werden. In diesem Fall startet man mit dem ersten Wasserflugzeug am nächsten Morgen. Es gibt Wasserflugzeuge die bis spätestens 17:00 Uhr starten, darauf sollte man aber nicht spekulieren. Wasserflugzeuge fliegen auf Sicht und brauchen deshalb gutes Licht und halbwegs gute Wetterverhältnisse.

Deshalb: bei der Flugbuchung darauf achten. Gut sind Flüge die früh in Malé landen und spät starten. Bei späten Abflügen stehen die Chancen besser, bei schlechtem Wetter den internationalen Linienflug noch zu erreichen.

3. Wetter

In der Regel gilt: Die beste Reisezeit sind der Dezember, Januar, Februar, März und April – den Rest des Jahres ist mehr oder weniger Regenzeit. Meine Regel ist: in den Wintermonaten hat man mehr Chancen auf Sonne als in den anderen Monaten. Sprüche wie „in der Regenzeit regnet es eine halbe Stunde und dann kommt wieder die Sonne raus“ oder „es regnet nur nachts“ – kann man sich sparen. In meinem Jahr auf den Malediven hat es die letzte April Woche und die ersten beiden Mai Wochen quasi durchgeregnet. Im November hat ein Zyklon die Malediven gestreift wodurch tagelang reihenweise Wasserflugzeuge ausfielen. Das ist leider die unbequeme Wahrheit.

Deshalb: sich nicht verrückt machen wegen dem Wetter. Es wird so sein wie es sein wird. Darauf einstellen, dass es traumhafter Urlaub wird und sich in der Nebensaison an den niedrigen Preisen freuen.

4. Drohnen

Auf vielen Inseln sind Drohnen mittlerweile verboten. Viele Urlauber schätzen die Malediven als Destination der Ruhe, Entspannung und Privatsphäre. Eine schwirrende Drohne kann nicht nur sehr laut werden, sondern auch intime Zeit zu Zweit stören.

Deshalb: Sich auf der Homepage des Hotels oder per Mail an das Resort informieren, ob Drohnen auf der Insel erlaubt sind. Falls ja: viel Spaß damit! Falls nein: diese Regel respektieren und schöne horizontale Fotos schießen.

5. Kinder

Die Malediver sind sehr kinderfreundlich. Trotz hunderten von Hotelinseln gib es nur eine handvoll Inseln (z.B.: Komandoo und Hurawahli) die keine Kinder erlauben. Einige Inseln (z.B.: Meeru und Kuredu) verfügen über Bereiche, in denen nur Erwachsene erlaubt sind und andere wie z.B.: Baros, erlauben Kinder ab 8 Jahren.  

Deshalb: wer im Urlaub keine Kinder sehen möchte, bucht eine der adults-only Inseln. Wer mit Kindern auf die Malediven fliegt, sollte sich bewusst sein, dass es sich um einen 10-stündigen Linienflug handelt + Wartezeit am Flughafen in Europa + Wartezeit am Flughafen in Malé + Transfer auf die Urlaubsinsel + event. warten bis das Zimmer frei wird. Das kann auch für Erwachsene zur Tortur werden. Ich habe es schon erlebt, dass Kinder den gesamten Flug durchgeschrien haben und dadurch für niemandem im Flugzeug an Schlaf zu denken war. Andere Kinder schlafen 8 Stunden und schauen danach 2 Stunden seelenruhig Filme. Ich denke Eltern kennen Ihre Kinder am Besten und wissen, ob es machbar und zumutbar gegenüber Mitreisenden ist oder nicht. 

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6. Umweltschutz

Die Unterwasserwelt auf den Malediven ist fantastisch. Auch wenn die Korallenbleiche den größten Teil der Riffe zerstört hat; Stachelrochen, Adlerrochen, Mantas, Haie, Walhaie, Muränen und Millionen bunter Fische sind noch immer dort zu Hause. Ein Zuhause das sehr verletzbar ist und das von vielen Urlaubern als selbstverständlich angesehen wird.

Touristen, die auf den Riffen rum trampeln, achtlos Müll am Strand zurücklassen und an Walhai und Delphin Treibjag…ups…Ausflügen teilnehmen. Ja, wer auf den Malediven Urlaub macht hinterlässt nicht unbedingt einen grünen Fingerabdruck auf der Welt aber es gibt einiges, das man tun kann, um die Umwelt und die Tiere in diesem Paradies zu schützen.

Deshalb zum Beispiel:

  • Ausflüge bei denen Delphine und Walhaie gesucht und ihnen hinterhergefahren werden, möglichst meiden.
  • Resorts die Haifischfütterungen anbieten darauf aufmerksam machen, dass solche  Fütterungen den Haien mehr schaden als ihnen etwas Gutes zu tun.
  • möglichst wenig Plastik Müll produzieren und  den Müll event. wieder nach Hause nehmen.
  • nicht auf die Riffe stehen und keine Muscheln am Strand sammeln. Diese dienen den kleinen Einsiedlerkrebsen als Haus und Schutzpanzer.

Bevor es auf die Malediven geht, lest euch was über den Umweltschutz ein. In vielen Hotels liegen auch Infobroschüren aus, wie man sich am Riff richtig verhält. Es gibt viele gute Dinge, die man tun bzw. vermeiden kann.

7. Gepäck

Auch wenn der Linienflug, mit dem Ihr auf die Malediven reist, eine Freigepäcksmenge von 30 kg hat; für das Wasserflugzeug gelten diese Regeln nicht. Es gilt: 25 kg Gesamtgepäck inkl. Handgepäck pro Person. Jedes extra Kilo wird momentan mit USD 5,-/Strecke verrechnet.

Deshalb: effizient packen, man braucht auf den Malediven keine 5 Paar Schuhe oder Kleidung für 6 Wochen.

Es kann sein, dass euer Gepäck erst mit dem nächsten Wasserflugzeug nachgebracht wird.

Deshalb: Badesachen, Medikamente und alles was man in den ersten Stunden auf der Urlaubsinsel braucht, kommt ins Handgepäck! Ein super Buch zu Vorbereitung ist der Kulturkompass fürs Handgepäck: Reise auf die Malediven.

8. Religion

Die Malediven sind ein strengmuslimisches Land. Auf den Hotelinseln gelten wesentlich freiereRegeln als aufden Einheimischen Inseln oder in der Hauptstadt Malé. Auf den Inseln auf denen Einheimische wohnen, herrscht strenges Alkoholverbot, gebadet werden darf nur am  ausgewiesenen „Bikini Beach“ und im Fastenmonat Ramadan wird tagsüber weder gegessen noch getrunken.

Deshalb: wer einen Ausflug nach Malé oder eine der Einheimischen Insel macht: bedeckt eure Schultern und Knie, verhaltet euch höflich und respektvoll, verschiebt Gesten der Zuneigung zu einander auf später im Hotelzimmer. Esst und trinkt zu Ramadan nichts in der Öffentlichkeit und verhaltet euch so, wie Ihr es von Gästen erwartet, die in eurem Land Urlaub machen.

9. Budget

Die Malediven sind ein sehr teures Urlaubsland und wer dort Urlaub machen will, muss etwas Geld in die Hand nehmen. Wer sich über die teils horrenden Preise wundert, muss aber auch die vielen Kosten sehen, die entstehen, wenn man ein Hotel mitten auf dem Indischen Ozean betreibt.

Bis auf wenige Lebensmittel muss alles importiert werden. Nicht nur von Sri Lanka, sondern teilweise sogar von Europa oder den Staaten. Davon abgesehen, sind die Transfere sehr teuer, der Benzin und auch die Steuern, welche die maledivische Regierung eintreibt.  

Deshalb: bei kleinem Budget eine Einheimischen-Insel wählen. Dort muss man zwar auf Alkohol und viel Luxus verzichten aber man bekommt für kleines Geld eine Unterkunft im Paradies. z.B. Maafushi. Wer nicht auf den Cocktail am Strand verzichten will, wählt eine der etwas preiswerten Inseln, die einen kurzen Anfahrtsweg ab Malé haben z.B. Thulhagiri oder Bandos. Auch dort gibt  es wunderschöne Strände, eine großartige Unterwasserwelt und gutes Essen.

10. Trinkgeld

Jeder Malediver erhält zusätzlich zu seinem Gehalt die sogenannte Service-Charge, in der Regel eine 10 – 20%ige Trinkgeldpauschale. Natürlich freut sich jeder über zusätzliches Trinkgeld, die Grundgehälter sind meist nicht sehr hoch und guter Service sollte belohnt werden!

Deshalbtippen, es aber es nicht übertreiben. Und bitte bringt keine Schokolade oder Süßigkeiten mit und schon gar keine Gummibärchen. Darin steckt Gelatine und das sollten Muslime nicht essen. Schokolade und andere Süßigkeiten bekommen die Malediver im Staff-Shop auf jeder Insel ausreichend. Wenn Ihr ihnen was Gutes tun wollt, dann ist nur Bares Wahres. Am besten amerikanischen Dollar oder maledivische Ruffiya. Damit können Sie Ihre Familien unterstützen.

Rechtlich gut zu wissen:

Bucht Ihr eine Pauschalreise, hat eurer Reiseveranstalter Beförderungspflicht. Das bedeutet, dass im Falle eines Flugausfalls oder einer Flugverspätung, der Veranstalter für eure Ersatzübernachtung oder den Ersatzflug aufkommt. Zudem werden bei Gepäckverlust und Flugverspätungen ab 5 Stunden bereits vor Ort Kompensationen ausgezahlt. Solltet Ihr nur das Hotel über den Veranstalter buchen, müsst Ihr selbst dafür aufkommen.

Deshalb: am besten pauschal buchen.

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Claudia war 10 Jahre für einen großen Reiseveranstalter in der ganzen Welt unterwegs und hat auf den Malediven die schönsten Strände und einige der exklusivsten Hotels weltweit besucht. Dabei gab es für Sie viele erste Male: mit Haien, Mantas und Stachelrochen schwimmen und atemberaubende Ausblicke vom Wasserflugzeug auf Atolle und türkisblaues Wasser. Sie hat in Resorts schlafen, die pro Nacht so viel kosten, wie andere in mehreren Monaten verdienen. „Es ist ein großer Unterschied 1-3 Wochen auf den Malediven Urlaub zu machen oder viele Monate dort leben und zu arbeiten. Die Abgeschiedenheit und Einsamkeit können einem schwer zu schaffen machen. Aber ich bin dankbar für die vielen Möglichkeiten, die ich bekommen habe, so viele exklusive Hotels kennen zu lernen und dieses Land, dass so wunderschön, exotisch und anders ist als alles, was ich bisher gesehen habe“  

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